Schöpferwesen!?

«Aber dass ich euch ganz mein Herz offenbare, ihr Freunde: wenn es Götter gäbe, wie hielte ich’s aus, kein Gott zu sein! Also gibt es keine Götter.»
«Hinweg von Gott und Göttern lockte mich dieser Wille; was wäre denn zu schaffen, wenn Götter – da wären!»

Friedrich Nietzsche – Also sprach Zarathustra

Zur Orientierung

Fünf Jahrzehnte lang habe ich aus den Werken von Carlos Castaneda das für mich dauerhaft stimmigste ‹Bewusstseinsmodell› herausdestilliert – also eine Art Erklärungsmodell, weshalb alles so ist, wie es ist… (siehe dazu mein Destillat unter: http://www.montebasso.ch/eine-erklarung-der-zauberei)

Seit zwei Jahren erfährt dieses Modell eine deutliche Erweiterung, die mich insgesamt stark herausfordert aber auch sehr glücklich macht. In mancher Hinsicht fielen mir – teilweise durch vermittelte Übungen – bereits bestimmte persönliche Verhaltensänderungen (Neutralisierung von emotionalen Aspekten) ungewohnt leicht. Zudem habe ich so eine erste überwältigende Ahnung bekommen, welche Macht wir in uns tragen.

Vor ca. zwei Jahren habe ich ein Video des Holländers Martijn van Staveren gesehen. Es war extrem anstrengend seinen Gedanken zu folgen, weil sein Deutsch nicht wirklich ausreichend war, um seine Informationen zu tragen. Dennoch spürte ich, dass da etwas Wertvolles auf mich zukommen sollte. Später hatte ich dann Zeit, der Sache nachzugehen und fand eine recht umfassende deutsche Sammlung seiner Vorträge, Interviews und ‹Bekräftigungen› (https://skripts-martijnvanstaveren.com). Diese wurden von Freiwilligen übersetzt, nachgesprochen oder transkribiert, was zwar nicht alle grammatikalischen Schwächen beseitigte (und manch orthographische hinzufügte 😉), aber dennoch über weite Strecken einen phantastischen Inhalt verständlich machte.

Weil ich bislang keine Zusammenfassung seiner Themen gefunden habe, möchte ich hier gerne einen Abriss geben, wobei ich nicht so sehr Martijns Begrifflichkeiten verwende, sondern einfach mein Verständnis zum aktuellen Zeitpunkt zusammenfasse. Und natürlich konnte ich bisher aus seinen Informationen nur einen kleinen Teil für mich verifizieren.

Die erweiterte Ausrichtung

Martijn hat den Begriff des ‹Freisprechers› eingeführt.
Ein Freisprecher spricht absolut frei über alles, was er erlebt hat, fühlt und denkt.
Er nimmt kein Blatt vor den Mund oder Rücksicht auf irgendwas oder irgendwen.
Martijn bezeichnet sich als ein solcher Freisprecher und vermeidet alles, um nicht als Lehrer, Meister oder Guru gesehen zu werden.
Sein Wunsch ist, dass jeder von uns selbstreferenziell wird, indem er über das eigene Herz den Zugang zu seinem innersten Kern aber auch zum kompletten, im Universum verfügbaren, Wissen findet und alle Wahrheiten selbst erarbeitet.

Seine Erzählungen sind aus einer extrem ungewohnten Perspektive, nämlich aus dem Bewusstsein, dass wir ausevolvierte, unendliche, freie und schöpferische Wesen sind und nicht von dieser Welt.
Also diese Wesensartigkeit ist nicht Ziel eines langwierigen spirituellen (Aufstiegs-)Prozesses, sondern unser aller Ausgangssituation.
Diesbezüglich schlägt er einen radikalen Rollenwechsel des eigenen Ichs bzw. der eigenen Identifikation vor.

Seine Informationen werden von ihm bewusst extrem fragmentiert gehalten und sollen nur Inspirationsmomente sein und unser eigenes Fühlen bzw. eigene Kreativität anstacheln.
Dies geschieht u.a. dadurch, dass er durch das Ansprechen von bisher ungehörten Dingen/Realitäten deren entsprechende Frequenzbündel in unser Wahrnehmungsspektrum (s.u.) ‹hochlädt› und für unser Bewusstsein leichter adressierbar macht.

Alles was man wahrnehmen kann – seien es augenscheinlich Dinge im Aussen, oder Gefühle und Bilder im Innern – sind ausnahmslos immer Interpretationen im eigenen physischen Gehirn einer uns alle umgebenden Wirklichkeit von Energie- oder Resonanzfeldern aus Frequenzclustern bzw. elektromagnetischen Wellen.
Das Bewusstsein im Gehirn richtet unsere Aufmerksamkeit auf eines der durch Resonanz wahrnehmbaren Frequenzcluster, das in dem Moment dann wahrgenommen und ‹im Gehirn› interpretiert werden kann.

Auf der Erde sind wir – wie überall in anderen Welten und Universen – eigentlich 5D-Menschen, die in ihrer Wahrnehmung durch ergänzende Programme eines gigantischen Mind-Controls der sogenannten ‹Matrix› auf 3D reduziert sind.
3D bzw. 5D bezieht sich nicht auf Dimensionen wie Länge, Breite und Höhe, sondern auf Dimensionen in Frequenzspektren.
Wir leben also hier auf der Erde eigentlich in 5D, haben aber in die 4. und 5. Dimension durch einen jahrtausendealten Hack synthetische Programme eingeführt bekommen, wodurch unser Bewusstsein (Sitz im Gehirn) aktuell die Resonanzfelder dieser Ebenen nicht in ihrer Ursprünglichkeit ‹erfassen› kann, sondern unwillkürlich deren synthetische Einfügungen verarbeitet (z.B. Gott, Engel, Religionen, New-Age, Spiritualität, Zeit, Gut+Böse…).

Das Ziel des Mind-Controls ist, dass die ursprüngliche Wahrnehmung, die weiterhin parallel in 4D und 5D stattfindet, niemals ins Bewusstsein vordringen darf, damit wir uns nicht unserer eigentlichen Macht, Freiheit oder Potentiale bewusst werden.

Die Methoden des Mind-Controls sind u.a. alle Arten der von uns erlebten Traumata, womit wir mit entsprechenden Reizen, Trigger oder Retraumatisierungen ständig emotional gesteuert werden können und wir so laufend automatische Programme ausführen.

Es gibt neben den persönlichen Traumata und Vergewaltigungen aller Art ein kollektives Mega-Trauma, das ist das Erlebnis, aus einem bewussten, unendlichen, schillernden, freiheitlichen […] Lebensfeld (oder Quellfeld) quasi in einen 3D-Körper in diese Welt hineingetrickst worden zu sein, mit Ausblendung der 4D- und 5D-Ebene und dabei den Zugang zu allen Erinnerungen an unseren Ursprung komplett verloren zu haben.

Wir haben uns diese Welt, den Zeitpunkt der Inkarnation und all unsere Vorfahren nicht ausgesucht. Es gibt keine Art eines solchen Vertrags. Im Moment der Geburt sind wir bereits durch eine extrem eingeschränkte DNA komplett programmiert (sozusagen das Erbe ungeahnter Ahnen). Hohe Anteile unserer DNA sind deaktiviert oder auf Stand-By bzw. warten darauf, von uns im Bewusstseinsprozess genutzt zu werden. Weitere Programmierungen finden laufend durch Eltern, Schule, Religion, Gesellschaft usw. statt und schlagen sich in unseren Glaubenssätzen nieder. Hierzu gehören auch kollektive Vorstellungskomplexe wie Zeit, Raum, Materie, Gott, Jesus, Ufos, Moral, Bescheidenheit, Engel, Reinkarnation, Krieg, Recht und Ordnung, Schuld, Schmerz, Krankheiten, Tod…

Der ‹3D-Körper› und ‹diese Welt› werden sozusagen durch unsere eingeschränkte Interpretation konstruiert. Es gibt weitaus mehr, worauf wir aber bislang keinen mentalen Zugriff, keine Begriffe und damit keine Vorstellung haben. Wir werden ohne alles in eine Welt geworfen, die quasi feindlich ist. Wir brauchen Wochen, um unsere Mutter aus dem wahnsinnigen Informationssalat zu differenzieren, zu erkennen. Wir konstruieren phantastische Neurosen aufgrund erfahrener Traumata, weil wir eben kein Handwerkszeug haben, um anders oder bewusst damit umzugehen. Wir werden durch die Sozialisation programmiert und programmieren uns selbst nach den Möglichkeiten interner Programme. Wir akzeptieren unsere Schuld, obwohl wir völlig unschuldig sind.

In der kosmischen Realität gibt es kein Getrenntsein von der Quelle. Alles ist mit allem verwoben, jedes atomare Teilchen mit allen anderen. Wenn wir in ‹unserer kollektiven Realität› meinen, wir wären allein oder getrennt, so entsteht dieses Gefühl, dieser Gedanke nur in unserem Bewusstsein. Unser durch Mind-Control völlig umprogrammiertes Bewusstsein selektiert aus der Gesamtheit aller Frequenzen nur bestimmte Bestandteile, die dieses Gefühl ergeben. All die genannten Programmierungen führen also dazu, dass wir alle von unseren Sinnen bereitgestellten, elektromagnetischen Informationen automatisch mit Hilfe der internalisierten Glaubenssätze im Sinn des Mind-Controls bzw. der Matrix auswählen und interpretieren.

Es gibt im Körper aber eine fühlbare Stelle (also auch ein Frequenzcluster), die nicht durch die Matrix missbrauchbar ist und das ist unser Herz. Dieses ist Empfänger und Sender. Dort können wir alle beliebigen Frequenzcluster aus dem ursprünglichen und totalen Lebensfeld bzw. den verschiedenen Universen bündeln und an das Gehirn zur Interpretation weiterleiten. Das Gehirn hat die Aufgabe, mittels Aufmerksamkeit interessante Frequenzcluster zu selektieren, diese in Bewusstheit zu interpretieren bzw. zu verstehen und dann gegebenenfalls unsere Aufträge an alle Zellen des eigenen Körpers oder an das Quellfeld zu senden.

Beim Fühlen ist man mit seinem Bewusstsein immer im Jetzt – im Gegensatz zum Denken. Das Gehirn wird aber nicht abgewertet, sondern es behält (s)eine wichtige Funktion als Sitz des Bewusstseins und als Werkzeug, die eigenen Schöpfungen in Form von den genannten Aufträgen zu initiieren.

Das Herz stellt also den Ausgangspunkt der neuen Ausrichtung bereit, wenn wir – meist eher diffus – wahrnehmen, dass irgendwas mit unserem Dasein, den uns gegebenen Programmen, Narrativen oder Versprechen nicht stimmt.

Wir sind nicht die Körper und deren Persönlichkeiten, sondern Schöpferwesen, die sich des Körpers wie eines Avatars bedienen. Unser Selbstverständnis, Sinn und Aufgabe als Schöpferwesen sind, diesen Avatar in unserem Sinn zu nutzen und in Kreativität zu schöpfen, indem wir unsere Macht von Aufmerksamkeit, Beobachtung, Vorstellung und Worte kennen lernen, verstehen und damit alle Dinge in die Realität bringen. Sind wir im Matrix-Bewusstsein, identifizieren wir uns mit der vergewaltigten Persönlichkeit des Avatars, schaffen wir durch unsere Worte und Begriffe diese Matrix, halten sie aufrecht und verstärken bzw. vertiefen wir diese laufend. Handeln wir aus dem ursprünglichen Schöpferwesen, handeln wir ausserhalb der Matrix, wo keinerlei Kontrolle durch die Matrix erfolgen kann und keinerlei (!) Glaubenssätze mehr gelten.

Gebete, Bitten oder Wünsche an andere personifizieren Entitäten wie Engel, Götter oder Gott bzw. auch nichtpersonifizierte Dinge wie Schicksal oder Universum – weil wir diese für mächtig und selbstaktiv halten – kommen immer aus einer Bewusstseinsposition der eigenen Persönlichkeit bzw. der Matrix und niemals aus unserem ursprünglichen Schöpferwesen, wo wir frei sind und nichts und niemandem untergeordnet sind. Wir sind das Schicksal, die Kraft, das Licht und die Liebe!

Das Ziel ist also, uns als Schöpferwesen zu wissen, unser Schöpferbewusstsein zu entwickeln und alle automatischen Programme des Avatars zu neutralisieren, das heisst auf alle Arten von Reizen nicht mehr automatisch (= unbewusst) und nach den Glaubenssätzen zu reagieren, sondern alles neutral, also ohne Bewertung, stehen zu lassen. Das wiederum heisst beispielsweise auch, alle sogenannten negativen Emotionen so lange zu fühlen, wie sie eben andauern und keinen Verhinderungs- oder Abspaltungsstrategien nachzuhängen.

Diese extrem einschränkende Matrix bzw. der umfassende Mind-Control werden bisher meist als negativ oder böse gewertet, sind aber in der angestrebten Neutralität einfach Frequenzbündel, die man halt erfahren kann. So spricht Martijn von den archontischen Erfindern der Matrix bzw. des Mind-Controls generell mit grösster Hochachtung, weil sie eben in der Lage waren in unser ursprüngliches Hologramm solche phantastischen Programme (bzw. genaugenommen ebenfalls Hologramme) einzufügen.

Schaffen oder Erschaffen tun wir im Wesentlichen aus dem Bewusstsein heraus, indem wir in einer Gehirn-Herz-Kohärenz Aufgaben, Instruktionen oder Befehle an den eigenen Körper bzw. an das Quellfeld senden. Solche Befehle sind beispielsweise die Löschung bzw. Neutralisierung von Programmen, das Zurückholen der ausgeschalteten Frequenzbereiche oder das Ausführen der eigenen Kernbotschaft, also dessen, was ich in dieser Inkarnation hier auf dieser Erde schaffen oder einbringen möchte.

Wenn keine Glaubenssätze mehr gelten – weil eben alles Denkbare im Schöpfungsfeld angelegt ist – dann gibt es auch keine fixen Vorstellungen von einer Art Identität, vom kosmischen oder Schöpferbewusstsein, vom Ich oder von den Anderen. Alles wird gleichwertig, das Ich bzw. das agierende Bewusstsein wird flüssig und nicht mehr mental fassbar, sondern immer nur jetzt erfahrbar…

Das menschliche Kollektiv hält unser Universum durch die Summe aller individuellen Bewusstseine aufrecht. Jeder Mensch oder auch extraterrestrische Wesen sind selbst Hologramme bzw. Fraktale des Quellfelds bzw. Kosmos. Somit gibt es praktisch unendlich viele Hologramme, die wiederum jeweils ein Universum bilden, was somit selbst Hologramm bzw. Fraktal ist. Verschiedene Universen überschneiden sich stark. Findet man die ‹Adresse› (= ein bestimmtes Frequenzcluster) eines anderen Universums kann man ins andere Universum überwechseln. Man kann sagen, dass der Mensch als Kollektiv ein gemeinsames Universum selbst erschaffen hat und für die Weiterentwicklung verantwortlich ist.

Hier setzt auch die ‹Aufgabe der Menschheit› an, dass jeder individuell sein kosmisches Bewusstsein einnimmt und sich von der Matrix löst und am fortschreitenden Kreationsprozess einer erneuerten Erde beteiligt. Dabei sind Glück, Glückseligkeit oder Liebe keine gegebenen oder verweigerten Bedingungen durch Dritte, sondern ureigentliche intrinsische Voraussetzungen jedes Schöpferwesens – auch und gerade in dieser Inkarnation.

Version 1.10 – 15.05.2026
Autor: Theodor Neumaier

>wild >beherzt >verbunden